Neben den Synagogen Gebetsstätten sind die Friedhöfe die wichtigsten Stätten der jüdischen Religion.
Der jüdische Friedhof an der Lütticher Straße entstand nach 1822. Im Laufe der Zeit haben die Grabstätten ihr Erscheinungsbild verändert. Manche sind ein Beleg dafür, dass um die Jahrhundertwende eine Epoche der Anpassung an christliche Gebräuche stattgefunden hat.
Neben den kunsthistorischen Aspekten werden auch die Biografien von Menschen, die das öffentliche Leben Aachens als Fabrikanten, Bibliothekare, Stadtverordnete oder Lehrer geprägt haben, beleuchtet.
Nach dem Jahr 1200 gab es in Aachen bereits eine „Judengasse“. Es gab also ein jüdisches Viertel. Mit dem 1. Kreuzzug (1095/ 96) setzte eine mehr als 300-jährige Zeit der Pogrome und Vertreibungen von Juden aus den Städten ein, so aus Köln: 1424 und Mainz: 1438, den Reichsstädten mit den grössten jüdischen Gemeinden am Rhein. Sie flüchteten ins ländliche Umfeld der Städte. Als das Herzogtum Jülich begann, jüdische Flüchtlinge auszuweisen, fand ein kleiner Teil Aufnahme im Gebiet der Reichabtei. Das dürfte nicht viel nach 1500 gewesen sein, denn ein Sterbebuch von St. Stephan berichtet 1610 von einem Mord „am...
Die Aufgabe des Gedenkbuchprojektes für die Opfer der Shoah aus Aachen e.V. ist das Auffinden und Veröffentlichen der Namen ehemaliger Aachener Bürger jüdischen Glaubens, die in der Zeit der zwischen Hitlers Machtergreifung am 30. Januar 1933 und der Befreiung Aachens durch die Amerikaner am 21. Oktober 1944 in Aachen gelebt haben. Im Laufe der Nachforschungen sind bisher historische Dokumente und Bücher ausgewertet worden, die sich mit den Aachener Juden während der NS-Zeit befassen. Ein weiterer Teil der Arbeit besteht in der Kontaktaufnahme mit Zeitzeugen und Überlebenden. In Gesprächen sollen Informationen...