"In 1949 the Regional Association of the Bavarian Retail Trade and the Federation of Wholesale Trade joined together and wrote a series of letters to officials throughout Bavaria complaining about the “unfair” competition they faced on the Möhlstrasse, Munich’s main center of exchange. They argued that customers were lured away from their stores by the wares and prices of items sold in shops owned by Displaced Persons, mainly Jews. According to the German store owners, these Jews acquired cheaper and higher quality goods through illegal channels, allowing them to sell at reduced prices for cash instead of ration...
75 Jahre nach Kriegsende erzählen wir aus der Perspektive der wenigen Überlebenden in Schleswig-Holstein erstmalig deren Geschichte(n). Hierfür haben wir über ein Jahr lang in verschiedenen Archiven in der gesamten Bundesrepublik und in privaten Sammlungen geforscht. Wir zeigen Bilder, Dokumente und Lebensgeschichten, die bislang völlig unbekannt waren und so in keinem Geschichtsbuch zu finden sind. Sie sind schwer zu glauben, empörend und ergreifend. Durch das Engagement und die Unterstützung vieler Menschen ist es uns gelungen, in eine Zeit voller Widersprüche, etwas Licht zu bringen.
Das nationale Selbstbild in Deutschland ist inzwischen davon geprägt, dass man sich besonders gut mit der NS-Geschichte auseinandergesetzt habe. Ausgehend davon, dass nationale Wir-Konstruktionen immer auch Ausschlüsse produzieren, untersucht die Studie entsprechende Mechanismen im postnationalsozialistischen Deutschland. Wie hängen nationales Selbstbild und die an Pädagogik gestellten Erwartungen zusammen? Inwiefern trägt Pädagogik zur Stabilisierung nationaler Wir-Konstruktionen bei? Und wie wirkt sich das auf Diskurse um Erziehung nach Auschwitz in der Migrationsgesellschaft aus?