Transport XVI von Caserne Dossin(Malines-Mechelen), Lager, Belgien nach Auschwitz Birkenau, Vernichtungslager, Polen am 31/10/1942

Transport
Departure Date 31/10/1942 Arrival Date 03/11/1942
Nach der Abfahrt des 10. Transports am 15. September waren 10 000 Juden aus Belgien deportiert worden. Im August hatte Eichmann die Zahl der in Belgien lebenden Juden, die deportiert werden sollten, von 10 000 auf 20 000 erhöht. Dieser Befehl bezog sich auf Juden, die aus von Deutschland besetzten Staaten kamen, und deutsche Juden, die nun als staatenlos galten. Belgische Juden sowie in Mischehen lebende Juden blieben weiter von den Deportationen ausgenommen.
In einem Brief vom 25. September instruierte Reeder Ehlers, wie Eichmanns Quote von 20 000 zu erfüllen sei. Neben anderem kündigte Reeder eine Aktion zur Verhaftung aller verbliebenen ausländischen Juden und ihren Abtransport in den Osten an. Reeder warnte, die Operation ohne die Unterstützung der belgischen Polizei und so diskret wie möglich durchzuführen, um Sympathiebekundungen und Proteste vonseiten der belgischen Bevölkerung zu vermeiden.
Zudem kündigte Reeder an, auch die seit dem 13. Juni in Arbeitslagern der Organisation Todt in Nordfrankreich internieten Juden würden in den Osten deportiert. Er erteilte die Erlaubnis, in den kommenden Wochen mit der Deportation aus Nordfrankreich zu beginnen. Bis Mitte September wurden insgesamt 2252 Männer in diesen Lagern interniert. Von ihnen wurden 1315 Männer zurück nach Belgien deportiert. 756 von ihnen wurden auf die Deportationsliste des Transports vom 31. Oktober (Transport XVI) gesetzt. Die Frauen und Kinder dieser Männer ermunterte man, sich ihren Männern und Vätern anzuschließen. Dutzende leisteten dem Folge....