Transport I/115 von Berlin, Berlin (Berlin), Stadt Berlin, Deutsches Reich nach Theresienstadt, Getto, Tschechoslowakei am 11/08/1944

11/08/1944
Gebäude des Jüdischen Krankenhauses, Iranische Strasse 2-4, Berlin-Wedding
Berlin, Anhalter Bahnhof
An den fahrplanmässigen Personenzug angehängter Waggon
Hauptbahnhof
An den fahrplanmässigen Personenzug angehängter Waggon
Theresienstadt,Getto,Tschechoslowakei
Dieser Transport fuhr am 11. August 1944 vom Anhalter Bahnhof ab und kam am Abend desselben Tages in Theresienstadt an. Der Transport bestand aus 32 Juden, darunter 15 Frauen und 17 Männer. Das Durchschnittsalter betrug 50.7, der Jüngste war sechs Jahre alt und der Älteste war 79. Zwei der Deportierten waren unter zwölf, zwei waren im Alter zwischen 13 und 18, sechs waren zwischen 19 und 45, acht zwischen 46 und 60 und 14 zwischen 61 und 85.
Obwohl die Stadt Berlin offiziell als „judenrein“ galt, jagte und deportierte die Gestapo weiter Juden, bei denen die Kriterien für eine Deportation erfüllt waren. Die Deportierten wurden zum Sammellager gebracht und dort so lange eingesperrt, bis eine größere Gruppe von Juden zusammengekommen war und die Reichsbahn einen oder zwei Waggons für ihren Abtransport gestellt hatte.
Seit 1. März 1944 war das Jüdische Krankenhaus in Berlin-Wedding, Iranische Strasse 2-4, der letzte verbleibende Ort jüdischen Lebens in Berlin, der traurigerweise auch als Sammellager diente. Am Tag der Deportation mussten die Juden das Gebäude verlassen. Sie wurden zum Anhalter Bahnhof oder zu einem Einstiegspunkt an der Bahnlinie gebracht. Dort mussten sie ein oder zwei Eisenbahnwagen dritter Klasse besteigen. Die Waggons waren an einen fahrplanmäßigen Personenzug angehängt, der in Richtung Dresden fuhr. Dort wurden die Waggons an einen anderen Zug in Richtung Prag angehängt....